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Vorspiele Weihnachten 2026


Standing Ovations schon vor dem Konzertende

Foto: Ralf Hinz

Das erste Jahreskonzert der Jungen Bläserphilharmonie Ulm unter der Leitung von Lukas Weiss im CCU war ein voller Erfolg.

Die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) hat seit einem Jahr Lukas Weiss als Dirigenten. Der gebürtige Ulmer konnte in der Zeit das traditionsreiche Orchester in all seinen Facetten kennenlernen. Da ist zum einen die Arbeit mit den jungen Musikerinnen und Musikern, die sehr schnell zu einem vertrauten Miteinander geführt hat. Denn die Liebe zur Musik verbindet. Und da ist aber auch das Organisatorische im Hintergrund mit den vielen Helfenden, die das Ensemble mit ihrem Tun unterstützen. Auch in diesem Bereich hat sich der junge Dirigent inzwischen bestens eingearbeitet. Im Frühjahr unternahm er eine Tour nach Österreich mit Stationen in Wien, Salzburg und dem Burgenland. Weitere Reisen führten nach Luzern und Südfrankreich. Mit einem kleinen Quintett gab es kürzlich auch einen Auftritt in Kairo, um OB Martin Ansbacher bei einem dortigen Termin zu begleiten. Natürlich waren die Stadtspitze und mehrere Stadträte im Publikum vertreten beim ersten Jahreskonzert mit Lukas Weiss als Dirigenten.

Das Nachwuchsorchester begann den Abend mit „Zauberland“ von Kurt Gäble. Mit seiner fließenden Melodie, eingeleitet und immer wieder unterbrochen von rhythmischen Einwürfen, war das Stück der ideale Beginn für dieses Konzert. Und die 47 Musizierenden konnten gleich prima beweisen, was sie drauf haben.

Auch mit „Viva La Vida“ von Coldplay und „Funkytown“, dem Hit der Gruppe Lipps Incorporated, zeigte sich das Nachwuchsorchester bestens aufgestellt und spielfreudig. Und so blieb es nicht aus, dass sich noch eine Zugabe anschloss, die final auch eine kleine Choreografie hatte, „A Buncha Blues“ von Franklin Haspiel.

Sparkasse unterstützt mit 10.000 Euro

Anschließend begrüßte der 1. Vorsitzende das Publikum. Patrick Schleicher berichtete vom letzten Jahr und dem mühelosen Dirigentenwechsel nach 30 Jahren Leitung von Josef Christ. Im Anschluss überreichte Stefan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, in guter Tradition einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro zur Unterstützung der Klangkörper und ihrem so wichtigen Tun. Inzwischen hatte das Große Orchester Platz genommen, um mit „Guardians of Peace“ von James L. Hoosay einen furiosen Auftakt ihres Könnens darzulegen. Lukas Weiss dirigierte die Spielerinnen und Spieler einfühlsam und kraftvoll, mit deutlicher und manchmal ausladender Zeichengebung, um sie so zu ihren großartigen Leistungen zu animieren. Das wunderbare Zusammenspiel gelang schon beim ersten Stück aufs Beste und steigerte sich weiter bis zum umjubelten Finale.

Greta und Julian, zwei Jugendvertreter, moderierten das Konzert und gaben Einblicke in die Stücke. So auch beim nächsten Stück, einem Tribut an das Konzert im KKL in Luzern. „’s isch äben e Mönsch uf Ärde“, das sogenannte Guggisberlied ist eines der bekanntesten Volkslieder aus der Schweiz. Die Solotrompete begann mit der Melodie, um mit Variationen in allen Registern eine melancholische Stimmung auszubreiten. Mit der „Second Suite for Band“ von Alfred Reed ging es in die Pause. Calypso, Tango, Trinklied, Stierkampf und ein furioses Finale waren die Themen, die vom Orchester wiederum brillant gemeistert wurden.

Die Ouvertüre zu Verdis Oper „Nabucco“ ließ erneut zahlreiche Solistinnen und Solisten hervortreten. Bei der dramatischen Jagd auf das legendäre letzte Einhorn traten besonders drei Flötensolistinnen und das ausgezeichnet aufgestellte Schlagwerk in den Vordergrund. Weiter ging es mit der Filmmusik „Fluch der Karibik“ von Klaus Badelt und Hans Zimmer. Nach diesem furiosen Stück gab es kein Halten mehr beim Publikum, das sich mit stehendem Applaus bedankte. Den Abschluss des Konzerts machte ein Medley aus vier Liedern von Nena. Doch war nach „99 Luftballons“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, „Leuchtturm“ und „Nur geträumt“ das Konzert noch nicht beendet. Denn das jubelnde Publikum bekam von den 56 strahlenden Jugendlichen und ihrem glücklichen Dirigenten noch zwei Zugaben zu hören, den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss und „Rose des Sables“ von Hardy Mertens mit aberwitzigem Tempo, brillanten Gesangseinlagen und Melodien der Gipsy-Musik.

Weitere Auftritte der Jungen Bläserphilharmonie

Die JBU spielt bei der offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarkts am Montag, 23. November, und gibt dann das traditionelle Weihnachtskonzert am Sonntag, 13. Dezember, in der Pauluskirche. Nächstes Jahr geht es Mitte Juni zu einem Wettbewerb, dem Internationalen Blasmusikfestival in Prag. Weiterhin sind Orchesterreisen in Länder geplant, wo man noch nicht (so oft) gewesen ist.

Autor/-in: Thomas Dietrich
Quelle: Südwest-Presse Ulm
Datum: 18.10.2026


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(Jahreskonzert 2022, CCU)

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