China 2014


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Die JBU unternahm vom 31.Juli bis zum 15. August eine Konzertreise nach China.

Am 31. Juli um 5.30 trafen wir uns um den Bus zu beladen, und dann ging es erst einmal nach Frankfurt, am Nachmittag flogen wir mit China Eastern Airlines nach Beijing.

Unser Flug ging über Shanghai, dort erledigten wir die Einreiseformalitäten, in die Hauptstadt der Volksrepublik China.

In Beijing bezogen wir unser Hotel, das Beijing Dongfang Hotel wurde im Jahr 1918 eröffnet und besitzt auch heute noch teilweise Zimmer im damaligen Stil.

Am Vormittag des 2. August begannen wir mit einer Besichtigung der Altstadt von Beijing. Darauf folgte eine Begegnung mit dem Jugendblasorchester des Beijing Youth and Children’s Center- Wir tauschten die Dirigenten um gegenseitig „fremde“ Stücke einzustudieren.

Der 3. August startete mit der Besichtigung des Himmelstempel. Nachmittags stand eine Probe für das erste Konzert in der Forbidden City Concert Hall (Konzerthalle direkt im Gelände der Verbotenen Stadt) auf dem Plan.

Die Besichtigung der großen Mauer und Zeit zum Einkaufen hatten wir am 4. August eingeplant, bevor es dann am Dienstag mit dem Schnellzug nach Wuhan weiterging. Das Konzert in der Wuhan Quintai Concert Hall spielten wir am 6. August, nach einem Besuch des Museum der Provinz Wuhan mit Vorführung traditioneller chinesischer Musik auf alten Instrumenten.

Die Weiterreise in das 650km entfernte Xuzhou erledigten wir am 7. 8. wieder mit dem Shenzen – einem Zug er unserem ICE ähnelt, nachmittags war Probe und Abends das 3. Konzert in der Xuzhou Concert Hall.

Schon am nächsten Morgen ging die Reise weiter nach Shanghai (628 km; ca. 3 Std.)

Nachmittags Probe und abends das 4. Konzert in der Shanghai Daning Concert Hall .

Die Besichtigung der wunderschönen Altstadt von Shaoxing sowie eine Probe und das 5. Konzert im Shaoxing Grand Theatre standen am 10.8. auf dem Terminplan.

Am 11.8. konnten wir mal so richtig ausspannen wir fuhren nach Hangzhou ……Bootsfahrt auf dem Westsee, Teeberge, Seidenstrasse, Buddhistischer Tempel waren auch unsere touristischen Highlights – in der als eine der schönsten Gegenden Chinas geltenden Region.

Am 12.8. hieß es dann ausschlafen denn am Nachmittag gab es eine Probe für das 6. Konzert das wir am Abend in Hangzhou geben durften.

Den 13. und 14. August konnten wir dann in Shanghai noch mal so richtig genießen, shoppen und sightseeing waren die Themen der letzten beiden Tage in China, denn am 15.8. ging unser Flug von Shanghai nach Frankfurt und von dort ging es dann mit dem Bus wieder nach Ulm.

Um 11 Uhr 15 waren wir mit nur 15 Minuten Verspätung (gegenüber unserem Zeitplan) wieder in Ulm. Schön anzusehen war die Freude der Angehörigen, uns Alle wieder wohlbehalten zurück bekommen zu haben. Aber auch wir waren überglücklich wieder zu Hause zu sein.

Denn auch wenn China ein wahnsinnig interessantes Land ist und die Chinesen uns warmherzig und freundlich aufgenommen haben, zuhause in Ulm ist doch immer noch am schönsten.


Presseberichte zur China-Reise 2014


Die Junge Bläserphilharmonie Ulm war auf einer Konzertreise im Reich der Mitte

Foto (SZ – aeh) Ersinger Musiker mit Bläserphilharmonie in China

Drei Ersinger Musiker sind mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) auf einer Konzerttournee durch China gereist. Die Jugendlichen waren gemeinsam mit Josef Christ, Leiter der JBU, und mehreren Betreuern insgesamt 16 Tage unterwegs, unter anderem in Shanghai, Peking, Wuhan, Xuzhou, Shaoxing und Hangzhou.

Begeistert sind die Ersinger Orchestermitglieder vor allem von ihren Auftrittsorten im Reich der Mitte. „Wir haben in Konzertsälen gespielt, in denen sonst eigentlich nur Profiorchester auftreten“, sagt Felix Vogel, der im JBU die Tuba spielt. Besonders der Saal in Wuhan hat Eindruck hinterlassen. „Die Ausstattung und der Klang war hier am besten“, so Moritz Vogel.

In Peking fand das erste Begegnungskonzert mit einem chinesischen Orchester statt. „Der chinesische Dirigent hat ein bisschen mit uns gespielt und unser Dirigent mit dem chinesischen Orchester“, erklärt Moritz Vogel, Hornist in der Jungen Bläserphilharmonie. „Dann haben wir uns gegenseitig unser Programm vorgestellt“, ergänzt Felix Vogel.

Der zweite Auftritt war im Konzertsaal der Verbotenen Stadt in Peking. „Jedes Konzert war ein Highlight. Das chinesische Publikum war sehr freundlich, nach unseren Auftritten wollten sie oft noch Fotos mit uns machen“, sagt Christina Paal, die Trompete in der JBU spielt.

Von Peking aus ging die Reise weiter im Hochgeschwindigkeitszug nach Wuhan. „Wir hatten immer nur drei Minuten Zeit zum Ein- und Aussteigen, das war etwas stressig, aber es hat immer geklappt“, sagt Christina Paal. Denn neben dem Reisegepäck und dem eigenen Instrument hatten die 62 Musiker noch 27 Extragepäckstücke, nämlich die Einzelteile des Schlagzeugs, dabei.

Kulturprogramm für die Jugendlichen

Neben den Konzertauftritten durfte natürlich auch ein kulturelles Programm nicht fehlen. „Wir waren auf der chinesischen Mauer und auf einer Teeplantage“, sagt Christina Paal. „Dort haben wir einen Vortrag über Grünen Tee gehört und durften dann über die Plantage laufen“, erzählt Moritz Vogel.

Außerdem wurden die Jungmusiker Teil einer echten chinesischen Teezeremonie. „Die Blätter kommen in die Tasse und das Wasser wird auf 80 Grad erhitzt und in die Tasse gegossen“, erklärt Christina Paal. „Die Chinesen sagen außerdem Tee essen statt trinken“, so Felix Vogel. Denn wenn ein Teeblatt in den Mund kommt, essen es die Chinesen mit.

Nachhaltig im Gedächtnis ist die Verkehrssituation in den chinesischen Großstädten. „Der Verkehr ist absolut verrückt“, so Moritz Vogel. Ampeln und Zebrastreifen seien dort wohl eher Richtlinien statt verpflichtender Verkehrsregeln. „Wegen dem Smog sieht es immer so aus wie bei uns im Winter mit grauem Himmel ohne Sonne“, sagt Christina Paal. Vor der Rückfahrt nach Shanghai gab es in Hangzhou noch ein gemeinsames Mittagessen mit einem örtlichen jungen Orchester. Dabei saßen die Jugendlichen bunt gemischt. „Immer gegenüber eines Chinesen war ein Platz frei“, erzählt Moritz Vogel.

Da Facebook in China gesperrt und auch das E-Mail-Schreiben nur eingeschränkt möglich ist, wird das Kontakthalten fast unmöglich. Das Fazit der Reise fällt bei den Jugendlichen sehr positiv aus. „Die Reise war ein Höhepunkt“, beschreibt Felix Vogel seine Eindrücke.

Quelle: Schwäbische Zeitung
Autor: Anja Ehrhartsmann
Datum: 22.08.2014


Riesenerlebnis im Reich der Mitte

Foto: Ralf Hinz (JBU)

 Welche Erfahrungen die Musiker der Jungen Bläserphilharmonie Ulm in China machten.

„Wir genießen die Ruhe. Keine Autohupen hören!“, sagt Josef Christ, Leiter der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) nach der Rückkehr der 62 jungen Musiker und Musikerinnen von Ulms Aushängeschild-Orchester und ihrer neun Betreuer am Wochenende. Zwei Wochen war die JBU in China unterwegs gewesen, hatte Peking, Wuhan, Xuzhou, Schanghai, Shaoxing und Hangzhou besucht, mit Konzerten chinesisches Publikum begeistert – und sogar zwei Begegnungskonzerte mit chinesischen Jugendlichen machen können.

„Das chinesische Publikum hat sich entwickelt“, berichtet Josef Christ. Haben Konzertbesucher noch 2006 bei Christs erstem China-Besuch mit jungen Ulmer Musikern während der Aufführungen laut gesprochen oder telefoniert, so sei das Publikum in den vielfach neu gebauten und akustisch großartigen Konzerthallen bei dieser Tournee der JBU hoch konzentriert und leise gewesen und habe den Arrangements der symphonischen Blasmusik mit Genuss gelauscht. Von Beifallskundgebungen für seine jungen Musiker erzählt Josef Christ. Für die neue Disziplin in chinesischen Konzertsälen sorgen wohl auch „Erziehungsmaßnahmen“: In Peking reagierte das Aufsichtspersonal im Konzertsaal der Verbotenen Stadt sofort mit Laserpointern, wenn sich ein Konzertbesucher über das Verbot hinwegsetzte, zu fotografieren oder zu filmen.

Beim Konzert in Wuhan stießen die jungen Ulmer Musiker sogar auf bekannte Gesichter: Im Publikum saßen Professor Lars Bullinger und Privatdozent Lüder Hinrich Meyer. Die beiden Ulmer Mediziner sind derzeit zu Gastvorträgen in Wuhan.

Alle seine Musiker kehrten gesund nach Ulm zurück, berichtet Josef Christ. In China traten nur vereinzelt Magenverstimmungen durch die Ernährungsumstellung oder Erkältungen aufgrund der sehr kalt eingestellten Klimaanlagen der Hotels auf.

Eine „Verwestlichung“ zeigte sich beim Frühstück in den Hotels, wo es zwar auch traditionelles chinesisches Essen zum Frühstück gibt, in jüngster Zeit aber auch Croissants, Rosinenschnecken und Marmelade. Auch wenn die chinesische Küche in China ganz anders schmecke als beim Chinesen zuhause, berichtet Christ, habe man sich doch insgesamt von den Extremen dieser Küche wie frittierte Schlangen oder Käfer weitgehend ferngehalten. „Auch die Schere zwischen Arm und Reich hat sich seit meinem Besuch 2006 vergrößert“, stellt Josef Christ fest. Habe er 2006 noch keinen Mercedes auf den Straßen gesehen, gebe es inzwischen viele – auch noch sehr junge – Chinesen, die Luxuslimousinen fahren. „Und daneben sind die ganz armen Leute, die sich ihren Lebensunterhalt mit Rikschafahren verdienen.“

„Friends forever ever“ steht in einem Gästebuch, das die JBU aus Hangzhou mitbrachte. Dort waren Josef Christs Musiker zu einem gemeinsamen Essen mit einem örtlichen jungen Orchester geladen – die Tischreihen so organisiert, dass jeweils einem Ulmer Musiker ein chinesischer gegenüber saß. „Das war eine sprühende Begegnung, die ruhig länger hätte dauern dürfen“, resümiert Josef Christ. Die Musiker des deutschen und des chinesischen Orchesters mussten bei dieser Begegnung nicht nur auf die Sprache der Musik setzen. Die meisten der jungen Chinesen konnten – im Gegensatz zu Bus- und Taxifahrern – Englisch, sodass sich nette Kontakte entwickeln konnten.

Den Lärm und das Chaos auf chinesischen Straße vermisst Christ dagegen weniger. „Es gibt jetzt Unmengen von Elektrorollern und Elektromopeds in China“, erzählt er. Die rollen zwar geräuschlos über die Straßen. Das aber verführt ihre Besitzer nur dazu, umso lauter zu hupen, um sich bemerkbar zu machen.

Quelle: Augsburger Allgemeine
Autor: Dagmar Hub
Datum: 18.8.2014


Junge Bläserphilharmonie Ulm in China: Rikscha für die Instrumente

 Die Chinareise der Jungen Bläserphilharmonie Ulm war ein voller Erfolg: Bei den Konzerten gab es stets Standing Ovations, berichtet Dirigent Josef Christ. Heute kommen die Musiker wieder in Ulm an.

Es ist jedes Mal das gleiche Bild bei den Konzerten der JBU in China: Zuerst ist chinesisch vornehme Zurückhaltung angesagt. Ab der Konzertpause und besonders bei den Zugaben gibt es dann Standing Ovations mit Bravorufen. Die Stimmung im Orchester ist hervorragend und enthusiastisch. Die vorsichtige anfängliche Zurückhaltung ist großer Neugierde und Begeisterung gewichen. So ergeht es wohl auch den chinesischen Konzertbesuchern: Da kommt ein Jugendblasorchester aus Deutschland, das in China durch hauptsächlich Autos, Maschinenbau und die deutschen Tugenden bekannt ist und verzaubert Jung und Alt.

China ist einfach mehr als Mao, Mauer und Museum. Die neueste Errungenschaft in China scheinen Elektromopeds und Elektroroller zu sein. Fahrräder sind inzwischen eher die Seltenheit. So erlebt man fast unhörbar dahingleitende Riesenschwärme von unzähligen Elektromopeds, die sich durch lautes Hupen den Weg freiräumen.

China ist rund um die Uhr pulsierendes Leben auf den Straßen, beeindruckende Stille in den Parks und in den Tempelanlagen, nicht nur Business und Hektik, nein, wir sehen glückliche Menschen, liebevolle Eltern und Großeltern. Es gibt große Kontraste: Wir treffen auf Glanz und Glamour, aber auch auf große Einfachheit und große Armut. Der Porsche neben der klapprigen Rikscha.

Die Kommunikation mit den Chinesen ist häufig eingeschränkt, kaum jemand spricht Englisch oder gar Deutsch. Dennoch kann man einkaufen, um Preise feilschen oder im Lokal eine Bestellung aufgeben. Mit gutem Willen auf beiden Seiten und Zeichensprache schafft man es fast immer, sich verständlich zu machen.

Am Samstagnachmittag ging es dann bereits wieder weiter in das drei Busstunden entfernte Shaoxing. Bereits beim Ausladen des gesamten Gepäcks aus dem Bus mitten in der Stadt wurde schnell klar, dass wir im traditioneller geprägten China waren. Unmengen Radfahrer, Rikscha- und Mopedfahrer wühlten sich unter lautstarkem Gehupe durch unsere Reisegruppe und die ausgeladenen Koffer. Da am Konzerttag keine Busse benötigt wurden – der Konzertsaal war nur fünf Gehminuten vom Hotel – gab es ein kleineres Transportproblem für die schweren Tuben und das Baritonsaxofon. Rasch wurde dies gelöst: eine Rikscha wurde bestellt und die Instrumente wurden ins nahe Konzerthaus gefahren.

Das letzte Konzert der Konzertreise fand am Montag im schönen und sichtbar wohlhabenden Hangzhou am malerischen Westsee statt. Dieses war das zweite Gemeinschaftskonzert der JBU – diesmal mit der Golden Horn Youth Wind Band der Hangzhou Anjilu Experimental School.

Am Dienstag war die JBU zu einem gemeinsamen Mittagessen mit dem gastgebenden Orchester eingeladen. Alles war perfekt vorbereitet. In dem Lokal saßen bei Ankunft bereits die chinesischen Orchestermitglieder in Reihen an den Tischen. Die gegenüberliegenden Stühle waren für die JBU reserviert, so dass ein reger Austausch zustande kam. Zahlreiche Geschenke wurden ausgetauscht. So erfuhr man, dass das andere Orchester täglich von 15-18 Uhr probt. Danach werden noch Hausaufgaben gemacht, meist bis 22 Uhr. Der Instrumentalunterricht wird individuell organisiert und sogar sonntags erteilt. Gästebücher für beide Orchester wurden zum Eintragen ausgelegt. Im Gästebuch für die JBU schrieb ein junger chinesischer Musiker: „Friends forever ever“.

Am Dienstag standen dann noch der beeindruckende Besuch eines buddhistischen Tempels einer Plantage für grünen Tee und die Besichtigung der schönen Altstadt von Hangzhou auf dem Programm.

Quelle: Südwest-Presse Ulm
Autor: Helmut Pusch
Datum: 15.08.2014


Nudelsuppe bei Tempo 308 – Die Junge Bläserphilharmonie Ulm in China

Vor einer Woche ist die Junge Bläserphilharmonie Ulm nach China abgereist. Jetzt berichtet JBU-Dirigent Josef Christ aus China. Alle sind wohlauf, und die Musiker werden vom Publikum regelrecht gefeiert.

26 Stunden waren die 62 Musikerinnen und Musiker aus Ulm und der Region unterwegs gewesen, bevor sie ehrwürdigen Hotel Dongfang in Peking ankamen. Doch lange Pausen gab es nicht, denn bereits am nächsten Tag der Konzertreise stand am vergangenen Samstag ein Begegnungskonzert mit dem Blasorchester des Beijing Youth and Childrens Center auf dem Programm. Das Center ist die wichtigste Einrichtung zur Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses Peking und ist mit europäischen Vokabeln kaum zu beschreiben. Alleine die äußere Größe des Gebäudes übertrifft alles je Gesehene. Alle Kunst- und Stilrichtungen sind vereint unter einem Dach. Im Inneren des Gebäudes gibt es zahllose Räume und Säle in denen musiziert, getanzt, gemalt und gelernt wird – und auch einen großen Konzertsaal.

Nach dieser musikalischen Akklimatisierung – auch an die feuchtwarme Hitze mit 35 bis 40 Grad mussten sich alle gewöhnen – kam es am Sonntag beim ersten öffentlichen Konzert der JBU in China zu wahren Begeisterungsstürmen. Mit 1200 Besuchern war der renommierte und akustisch hervorragende Konzertsaal der Verbotenen Stadt nahezu ausverkauft. Nicht nur Konzertmeister Simon Traub stellte mit seinem Klarinetten-Solo in Artie Shaws „Concerto for Clarinet“ die Solo-Qualitäten der JBU-Musiker unter Beweis. Das Programm reichte von Verdis „La Traviata“, James Barnes „Fantasy Variations“ über die Armenischen Tänze von Alfred Reed bis hin zum „Root Beer Rag“ Billy Joels. Auffallend war, dass sehr viele Eltern mit ihren Kindern und Jugendliche das Konzert besuchten. Das Publikum war so begeistert, dass es sich mit Autogrammen der Musiker eindeckte. Der Wunsch nach einem gemeinsamen Foto wurde von keinem Akteur abgelehnt.

Nach dem Besichtigungsprogramm in Peking mit Besuch des Himmelspalastes, der Verbotenen Stadt und der Großen Mauer ging es am Dienstag dann mit dem neuen Hochgeschwindigkeitszug weiter, der die 1150 Kilometer von Peking nach Wuhan in viereinhalb Stunden zurücklegt. Alleine schon das ganze Orchester mit Koffern, allen Instrumenten und dem mitgenommenen Schlagzeug durch die immensen Menschenmassen rasch in den Zug zu bekommen, war eine logistische Meisterleistung. Bei einem Tempo von bis 308 Stundenkilometern gab es dann – im äußerst sanft dahingleitenden Zug – chinesische Nudelsuppe.

Wuhan gilt als Backofen Chinas und ist bekannt für seine hohen Temperaturen. Vom Konzertveranstalter wurde die JBU in einem sehr schönen und luxuriösen Vier-Sterne-Hotel untergebracht – mit Klimaanlagen und ein exquisitem Frühstücksbuffet. Bereits zum Frühstück gibt chinesische Suppen, gebratenen Reis, Gemüse und Entenfleisch – allerdings nicht nur: die Hotels sind im Vergleich zu 2006, als die JBU schon einmal in China auf Tour war, inzwischen auch europäisiert. Es gibt Croissants, Rosinenschnecken, Toast, Tiroler Marmelade und Kaffee. Dennoch: Geht man nach draußen, so herrschen 35 Grad mit enorm hoher Luftfeuchtigkeit.

Am Mittwochabend konzertierte die JBU in der renommierten Qintai Concert Hall in Wuhan. Dort traten traten bereits das London Symphony Orchestra, das Stuttgarter Kammerorchester oder auch der Pianist und Dirigent Vladimir Ashkenazy auf. Der wunderschöne Konzertsaal, der 2009 neu eröffnet wurde, gilt als akustischer Musterbau und zeichnet sich durch einen transparenten und dennoch warmen Klang aus. Das Konzert war mit 1300 Zuhörern wiederum hervorragend besucht. Im Publikum waren auch Ärzte von der Uniklink Ulm – Professor Lars Bullinger und Privatdozent Lüder Hinrich Meyer – die momentan Gastvorträge an der Partneruniversität Wuhan halten. Das Konzert endete wieder – wie bereits in Peking – in einem umjubelten Finale mit Standing Ovations, was laut Konzertveranstalter in China absolut ungewöhnlich ist.

Quelle: Südwest-Presse Ulm
Autor: Helmut Pusch
Datum: 08.08.2014


JBU in China: Handy spinnt, sonst alles okay

„Meine Handy spinnt. Sonst alles in Ordnung. Michael Bösl.“ Mit dieser SMS reagierte der zweite Vorsitzende der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) aus China gestern auf unsere Anfrage, ob das Jugendorchester auf seiner Tournee tangiert ist vom schweren Erdbeben im Süden des Riesenreichs. Nach der Mitteilung Bösls hat die JBU keine Probleme.

Die Provinz Yunnan, in der sich das Beben der Stärke 6,5 ereignet hat, liegt 2000 Kilometer von Peking entfernt. Die Hauptstadt ist die erste Station der Konzertreise, dort hält sich die JBU derzeit auf. Alle weiteren Auftrittsorte befinden sich unweit der Ostküste Chinas und sind durchweg mindestens 1500 Kilometer von der Stadt Longtou entfernt, dem Epizentrum des Bebens.

Die Konzerttour, die bis 15. August dauert, führt die JBU unter anderem noch nach Shanghai und Hangzhou. Das Orchester hat einen Reiseblog eingerichtet, auf dem es seine Erlebnisse schildert. Die JBU hat unter Dirigent Josef Christ das erste Konzert im Saal der Verbotenen Stadt in Peking hinter sich gebracht. Im Blog heißt es: „Am Ende des Konzerts, in dem das Publikum mit „Mambo“-Rufen in unsere Stücke integriert wurde, kochte der Saal. Einige unserer Mädels wurden zum tollen Konzert beglückwünscht und mit Kindern fotografiert. Wir fühlten uns wie Stars.“

Quelle: Südwest-Presse Ulm
Autor: SIR
Datum: 05.08.2014


Auf großer Reise zu den Bühnen im Reich der Mitte

Junge Bläserphilharmonie Ulm fliegt morgen für zwei Wochen nach China

Spannende Tage warten auf die jungen Musiker und Musikerinnen der Jungen Bläserphilharmonie Ulm. Sie reisen am morgigen Donnerstag für gut zwei Wochen zu Konzerten und Begegnungen nach China. Auftritte in renommierten, großen Konzertsälen in sechs Städten im Reich der Mitte stehen auf dem Programm. Im Gepäck haben die jungen Musiker unter Leitung von Josef Christ auch zwei chinesische Stücke, die sie eingeübt haben – allerdings in Orchesterfassung.

„In China werden derzeit neue Konzertsäle von großer akustischer und architektonischer Brillanz gebaut“, erzählt Josef Christ. Seit etwa sechs Jahren gebe es dort eine starke West-Ausrichtung, wohl durch die Ansiedlung westlicher Industriefirmen. Der Wunsch nach westlicher Musik und das Interesse daran boomt, die Menschen in den Millionenstädten gehen gleich nach der Arbeit in diese Konzertsäle.

In dem Land mit seinen riesigen Entfernungen werden sich Christ und seine 62 jungen Musiker mit chinesischen Hochgeschwindigkeitszügen bewegen; die 1150 Kilometer von Peking nach Wuhan bewältigt dieser Zug in vier Stunden und dreißig Minuten. Shanghai, Xushou, Shaoxing und Hangzhou sind ebenfalls Stationen. In Peking ist ein Jugend-Begegnungskonzert geplant, bei dem Josef Christ mit einem chinesischen Jugend-Orchester zwei europäische Stücke probt und umgekehrt seine Ulmer Musiker mit einer chinesischen Dirigentin zwei chinesische Stücke einstudieren. „Das ist eine sehr andere Klangwelt“, weiß Christ, der die beiden Stücke „Jasmin“ und „Good News from Beijing“ bereits mit seinen Musikern einübte.

Zur Besorgnis um seine Musiker gebe es keinen Grund, sagt Christ, der mit seiner ganzen Familie mit am Donnerstag an Bord des Flugzeuges sein wird – die Reiseroute geht über Sibirien. „Ich schätze das Risiko nicht höher ein als bei jeder anderen Reise.“ Eine tolle Erfahrung im Reich der Mitte wünscht Christ seinen Musikerinnen und Musikern – und sich selbst. Die Reisesprache wird wohl Englisch sein, doch in Lokalen seien es Bilder von Mahlzeiten, auf die man beim Bestellen tippt, und Taxifahrer sprechen häufig kein Englisch. „Sicher wird in dieser Hinsicht auch die Begegnung mit den chinesischen Jugendlichen spannend“, vermutet er, hoffend auf Kommunikation bei den Proben und beim gemeinsamen Essen, das westlichem Geschmack zuliebe wohl die Extreme der chinesischen Küche wie gegrillte Skorpione, Schlangen oder Entenzungen vermeiden wird.

Quelle: Augsburger Allgemeine
Autor: Dagmar Hub
Datum: 30.07.2014


Junge Bläserphilharmonie auf Konzertreise nach China

Die Junge Bläserphilharmonie startet zu einer 16-tägigen Konzertreise nach China
Foto: Volkmar Könneke

Chinas Konzerthallen rufen. Morgen startet die Junge Bläserphilharmonie Ulm zu ihrer 16-tägigen Konzertreise. Im kommenden Frühjahr will auch der Jugendchor der Ulmer Spatzen ins Reich der Mitte reisen.

Eine Probe steht heute noch an, dann sind die Vorbereitungen für die Konzertreise der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) beendet. Das ist die letzte Chance, noch einen Ratschlag des JBU-Vorsitzenden Michael Leibinger unter die Leute zu bringen: „Sorgt dafür, dass eure Handys und iPads aufgeladen sind. Die Fluggesellschaften kontrollieren das. Geht ein Gerät beim Sicherheitscheck nicht an, weil der Akku leer ist, darf es nicht mit ins Flugzeug.“ Jugendvertreterin Viktoria Kassel verspricht, diese Information heute bei der Probe weiterzugeben. Und die 16-Jährige weiß auch zu berichten, wie aufgeregt ihre Kollegen so kurz vor der Reise sind: „China ist schließlich kein alltägliches Ziel, das ist schon was Besonderes.“

So weit die Destination auch entfernt ist: Die JBU war schon mal dort – 2006. Von den damaligen JBU-Musikern ist aber keiner mehr im Orchester aktiv. Lediglich Dirigent Josef Christ war mit der JBU dort und weiß, was die Musiker erwartet: „Ein faszinierendes Land, das nie stillsteht. Dort ist rund um die Uhr Betrieb, sieben Tage die Woche. Das Interesse an westlicher Musik ist riesengroß.“ Und die Säle, die von den Ulmern in sieben Konzerten bespielt werden, sind es auch: Sie fassen bis zu 2500 Zuhörer. Das Beste: „Diese Säle sind auch fast immer voll“, weiß Michael Leibinger. „Das ist schon was Besonderes, wenn man nicht nur in einem anderem Land auftritt, sondern auch noch auf so großes Interesse stößt.“

Groß sind auch die Entfernungen, die die Musiker zwischen ihren Konzerten zurücklegen müssen. 1150 Kilometer liegen etwa zwischen Peking und Wuhan. Die reisen die 62 Musiker und ihre zehn Begleiter aber nicht im Flugzeug, sondern im Hochgeschwindigkeitszug. „Das ist günstiger für uns“, sagt Christ. Zum einen zeitlich (die Fahrt dauert nur 4,5 Stunden), zum andern aber auch wegen des Gepäcks: Denn sehr orchesterfreundlich sind die Fluglinien mittlerweile nicht mehr. Sie lehnen den Transport sperriger Gepäckstücke wie Tuben oder Kesselpauken grundsätzlich ab. Das tiefe Blech und den Großteil der Perkussion müssen die Ulmer also vor Ort anmieten. Was kein Problem ist, stammt doch der größte Teil der heute weltweit gehandelten Musikinstrumente aus chinesischen Fabriken.

Die Ulmer Musiker werden aber nicht nur Konzerte geben: In Peking wird es eine Begegnung mit dem Jugendblasorchester des Bejing Youth and Childrens Center geben, mit dessen Musikern ein gemeinsames Programm erarbeitet wird. Natürlich wird auch ein touristisches Programm absolviert, das solche Highlights wie die Verbotene Stadt, die Chinesische Mauer und den Besuch einer Teefarm beinhaltet.

Organisiert wird die ganze Reise von einer deutschen Agentur, die Christ bereits von der ersten Chinareise 2006 in bester Erinnerung hat. „Die sind bestens mit der chinesischen Mentalität vertraut, reagieren gelassen, wenn sich in letzter Sekunde doch noch was ändern sollte. In einem Land wie China, das eben doch sehr anders ist, braucht man solche Profis“, sagt Christ.

Mit China sammelt auch der Jugendchor der Ulmer Spatzen derzeit Erfahrungen. Ein deutsch-chinesischer Chorwettbewerb, der am vergangenen Wochenende in Ulm hätte stattfinden sollen, war im Juni abgesagt worden. Ostern 2015 wollen die Spatzen aber eine 14-tägige Konzertreise nach China machen. Organisiert wird die vom chinesischen Chorverband. Derzeit wird aber noch über die Zahl der Konzerte verhandelt. „Ich will für meine Sänger jeweils einen Tag Pause zwischen den Konzerten“, sagt Spatzen-Dirigent Hans de Gilde. Bislang hatten die Chinesen mehr Konzerte angesetzt.

Zusatzinfo: Sieben Konzerte in 16 Tagen

Route Mit dem Flugzeug reisen die 62 Ulmer Musiker und ihre zehn Begleiter aus Deutschland nach Shanghai, von wo aus sie nach Peking weiterfliegen. Die restlichen Strecken nach Wuhan, Xuzhou, Shaoxing, Hangzhou und wieder nach Shanghai legen die Ulmer mit Hochgeschwindigkeitszügen, die kürzeren Strecken auch in Bussen zurück. Am 15. August, gegen 11 Uhr, werden die Musiker wieder in Ulm zurück erwartet.

Quelle: Südwest-Presse
Autor: Helmut Pusch
Datum: 30.07.2014


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