Weihnachtskonzert in der Pauluskirche

Foto: Lars Schwerdtfeger
Die Ulmer Spatzen und die Junge Bläserphilharmonie Ulm beglücken mit ihren Weihnachtskonzerten in der Pauluskirche rund 1500 Zuhörer.
Vierzehn Engel um mich stehn . . .“ Es sind eher 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die den „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck anstimmen, wenn die Ulmer Spatzen und die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) himmlisch ihr gemeinsames Weihnachtskonzert beschließen. „Abends will ich schlafen gehn“: Mehr musikalischer Trost ist in unruhigen, manchmal unheilvollen Zeiten kaum denkbar.
Zwei Konzerte zu Gunsten der Aktion 100.000 und Ulmer helft hintereinander boten die Ensembles wieder, die Pauluskirche war restlos gefüllt. 1500 Zuhörer an einem 3. Advent mit Weihnachtsmusik allerorten, von Wiblingen bis Söflingen und weit um Ulm herum, diese Konzertvereinigung der Musikschule Ulm versammelte aber wieder das ganz große Publikum. Und die Blechbläser der JBU eröffneten von der Altarempore aus mit knackigen Renaissance-Klängen – Tilman Susatos „La Mourisque“ (Mohrentanz) – ein vielfältiges Programm.
Hirten und putzige Sänger
„Kommet, Ihr Hirten“: Die da auftraten und putzig auf die Bühne marschierten, das waren freilich die Kleinsten der Ulmer Spatzen, eine entzückende Sängerschar – der Vorchor. Der Kinderchor wiederum stellte sich mit Edmund Walters’ „Where Was Jesus Born“ und einem traditionellen, tänzerisch-bewegten „Dreidl-Song“ aus Israel vor. Der kraftvolle Jugendchor glänzte mit einem doppelten „Ave Maria“: einem im Wechselgesang mit Solisten auf der Orgelempore vorgetragenen von Franz Biebl und dem populären von Bach/Gounod.
Spatzen-Dirigent Hans de Gilde setzte nach den wohlklingenden Kostproben auf ein Hauptwerk: auf fünf Sätze aus dem „Oratorio de Noël“, dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Französische, lyrische Romantik also. Dem Kinder- und Jugendchor gelang im Zusammenspiel mit Streichern und Barbara Comes an der Orgel eine klangmächtige, vortreffliche Aufführung.
Nach „Stille Nacht“, arrangiert von Guthrie Foote, ging‘s noch mal in den Weihnachtstag zurück: mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm. Das Nachwuchsorchester begleitete flott Rudolph the Red-Nosed Reindeer und bekräftigte mit starkem Sound Mariah Careys Weihnachts-Pop „All I Want For Christmas Is You“. Noch mehr wollte Josef Christ mit dem Großen Orchester: sinfonische Blasmusik, erstklassig dargeboten: „A Christmas Herald“ von Philip Sparke und Jan de Haans „Christmas Joy“. Mit der „Hymn To The Sun“ hatte die JBU vor zwei Jahren schon einmal ein Klangspektakel von Satoshi Yagisawa im Weihnachtskonzert gezündet (und damit dann auch beim Deutschen Orchesterwettbewerb 2016 begeistert), diesmal dirigierte Christ ein anderes faszinierendes, sehr melodisches Prachtstück des Japaners, die „Hymn To The Infinite Sky“. Perfekt.
Danach erschien der „Emperor“ – jedoch nicht der Herrscher des Himmels, den schon Bach einst zu Weihnachten gefeiert hatte, sondern Napoleon, der Kaiser der Franzosen. Ein effektvolles Werk Thierry Deleruyelles, mit einer Anbetung nicht Marias, sondern der Kaiserin Joséphine, und dem heftigen Finale „Von Austerlitz nach Waterloo“.
Letzteres erlebte die ausgezeichnete JBU naturgemäß nicht. Und dann befriedete sowieso der „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ die Pauluskirche: großes musikalisches Gruppenbild mit Chören und Orchestern. Schließlich zogen nicht Napoleons Truppen ins Feld, sondern die „himmlischen Heere“ inklusive Publikum, die Christus zur Ehre jauchzten: „O du fröhliche“! Und Standing Ovations.
Quelle: Südwest-Presse-Ulm
Autor: Jürgen Kanold
Datum: 18.12.2017
Doppelkonzert begeistert in der Ehinger Lindenhalle

Foto: cini
Die Queensland Youth Symphony aus Australien und die Junge Bläserphilharmonie Ulm spielen gemeinsam
Ein Konzerthighlight der Extraklasse hat es am Samstagabend in der Lindenhalle Ehingen gegeben.
Die Queensland Youth Symphony aus Australien und die Junge Bläserphilharmonie Ulm – eines der besten symphonischen Blasorchester Deutschlands – trafen sich zu einem hochkarätigen Doppelkonzert.
Zahlreiche Konzertreisen führten die JBU quer durch Europa, in die USA, Südafrika, China und auch Australien, mit einem Auftritt im weltberühmten Sydney Opera House. Beim Weltjugendmusikfest 2005 in Zürich belegte die JBU den ersten Platz in der Höchstklasse und erreichte von 85 Orchestern aus 25 Nationen die höchste Punktzahl des gesamten Wettbewerbs. Beim Deutschen Orchesterwettbewerb belegte die JBU in den Jahren 2012 und 2016 als Repräsentant Baden-Württembergs den zweiten Platz und ist somit deutscher Vizemeister.
Die „Gala der Stars“ in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm im September 2013 war ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der JBU. Insgesamt neun CDs wurden bereits produziert. Schnell füllte sich die Lindenhalle mit erwartungsvollen Zuhörern. Den ersten Teil des abwechslungsreichen Konzertes bestritt die Junge Bläserphilharmonie Ulm mit Werken von Jan de Haan, Philip Sparke, Yagisawa und Deleruyelle. Zwischen den Orchesterauftritten gab es ein Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, vorgetragen von Stefan Cassomenos. Der aus Melbourne stammende Pianist und Komponist ist einer der herausragendsten und vielseitigsten Musiker Australiens. Er gab seine ersten internationalen Konzerte im Alter von zehn Jahren. Im Jahr 2012 war er Finalist des internationalen Klavierwettbewerbs von Rhodos und gewann Preise bei vielen wichtigen nationalen Klavier- und internationalen Kammermusikwettbewerben. So gewann er im Jahr 2013 den zweiten Preis und den Kammermusikpreis beim renommierten Telekom Beethoven Klavierwettbewerb Bonn. Nach einer Pause durfte die Queensland Youth Symphony auf die Bühne und wenn die 90 Musiker des Queensland Youth Symphony Orchester zu spielen beginnen, erwartet die Zuhörer ein ganz besonderes Programm, das zu Herzen geht. Bereits zum zweiten Mal konnte dieses hervorragende Orchester unter der Leitung von John Curro, dem Gründer und Musikdirektor der Queensland Youth Orchestras, für ein Konzert in Ehingen gewonnen werden.
In den Queensland Youth Orchestras spielen 450 Musiker im Alter von acht bis 24 Jahren in insgesamt acht Ensembles, zu denen drei Symphonie-Orchester, ein Jugendstreichorchester, zwei Blasorchester und eine Big Band gehören.
Die Zuhörer bekamen Stücke von Rimsky-Korsakov und Prokofiev präsentiert. Ein musikalisch, stimmungsvoller Abend ging somit zu Ende, an dem die Gäste nicht enttäuscht wurden.
Quelle: Schwäbische Zeitung
Autor: cini
Datum: 11.12.2017
Ein Konzert der Extraklasse

Foto: QYS

Foto: Ralf Hinz
Mit der Queensland Youth Symphony aus dem Bundesstaat Queensland in Australien und der Jungen Bläserphilharmonie Ulm, eines der besten symphonischen Blasorchester Deutschlands, treffen sich zwei hochkarätige Jugendorchester am Samstag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr in der Lindenhalle Ehingen zu einem Doppelkonzert der Extraklasse. Am Klavier spielt Stefan Cassomenos. Die SÜDWEST PRESSE verlost dafür am Mittwoch Eintrittskarten (siehe Infokasten).
Die Queensland Youth Symphony (QYS) unter Leitung von John Curro ist das dritte Mal zu Gast bei der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) unter Leitung von Josef Christ. Unter dem Dach der Queensland Youth Orchestras mit Sitz in Brisbane firmieren drei Sinfonie-, zwei Blas- und ein Streichorchester sowie eine Bigband. Die 92 jungen Musiker aus Australien werden vom 7. bis 10. Dezember in Gastfamilien der JBU untergebracht.
Im In- und Ausland gefragt
Den ersten Teil des abwechslungsreichen Konzertes bestreitet die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU), die selbst bereits zweimal zu Gast bei den Musikern aus Queensland war, mit Werken von Jan de Haan, Philip Sparke, Yagisawa und Deleruyelle. Die JBU wurde von Udo Botzenhart gegründet. Seit 1996 wird sie von Josef Christ geleitet, der wertvolle Impulse durch Dirigierstudien in England, Spanien und den USA erhielt sowie häufiger als Juror oder für Seminare im In- und Ausland nachgefragt wird. Zahlreiche Konzertreisen führten die JBU quer durch Europa, in die USA, Südafrika, China und Australien. Auch im Fernsehen ist sie mehrfach aufgetreten. Beim Weltjugendmusikfest 2005 in Zürich belegte sie den ersten Platz in der Höchstklasse, beim Deutschen Orchesterwettbewerb zwei Mal (2012 und 2016) den zweiten Platz und ist deutscher Vizemeister.
Wenn die 90 australischen Musiker der QYS zu spielen beginnen, erwartet die Zuhörer ein Programm, das zu Herzen geht, verspricht der Veranstalter. Mit dem Pianisten Stefan Cassomenos, einem der erfolgreichsten Pianisten Australiens, wird beim Konzert am Samstag Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll zu Gehör gebracht. Weitere Stücke des Orchesters sind Prokofjew’s Ballettmusik von Romeo und Julia und die Ouvertüre Russische Ostern von Nikolai Rimsky-Korsakov. Bereits zum zweiten Mal konnte dieses hervorragende Orchester unter der Leitung von John Curro, dem Gründer und Musikdirektor, für ein Konzert in Ehingen gewonnen werden.
Der aus Melbourne stammende Pianist und Komponist Stefan Cassomenos studierte von seinem vierten Lebensjahr an bei Margarita Krupina und später als Stipendiat bei Stephen McIntyre in Melbourne. Er hat mit zehn erste internationalen Konzerte gegeben. Seither hat er viele Preise bei wichtigen nationalen Klavier- und internationalen Kammermusikwettbewerben gewonnen. Cassomenos ist zudem als Dirigent und künstlerischer Leiter einiger Festivals, Musikprojekte und Kooperationen tätig.
Quelle: Südwest-Presse Ulm
Autor: unbekannt
Datum: 06.12.2017
Die jungen Bläser überzeugen

Bild: Dagmar Hub
Die Musiker des Nachwuchsorchesters begeisterten die Zuhörer – es gab jedoch an diesem Abend auch ruhige Minuten
Standing Ovations nach drei Stunden Musik: Das Jahreskonzert des Großen Orchesters und des Nachwuchsorchesters der Jungen Bläserphilharmonie Ulm fand beim Publikum im CCU begeisterte Aufnahme ob des hohen Niveaus, aber auch aufgrund der Spielfreude der jungen Musiker unter Leitung von Josef Christ. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Auftritt des 32-jährigen französischen Posaunisten Fabrice Millischer, der als Erstpreisträger beim ARD-Musikwettbewerb, als Echo-Klassik-Gewinner und als mit dem französischen „Echo“ ausgezeichneter Musiker weltweit ein begehrter Solist ist. Millischer, der 2013 als Professor für Posaune in Freiburg lehrt, faszinierte mit seiner Interpretation von Bert Appermonts „Colors for Trombone“.
Zu Beginn des Jahreskonzerts erinnerte eine Gedenkminute an zwei für die JBU wichtige Persönlichkeiten, die 2017 verstarben: an Nobert Nohe, den ersten hauptamtlichen Koordinator des Ulmer Städtischen Schul- und Jugendmusikwerks (SJMW). Nohe war Dirigent der damals schon renommierten Ulmer Knabenmusik (UKM), der heutigen Jungen Bläserphilharmonie Ulm – und an die im August verstorbene Stifterin Helma Fink-Sautter.
Mit der Bildhaftigkeit von Programmmusik erfreute das Orchester das Publikum: Michael Browns „Sesame Street Celebration“ ließ Figuren der beliebten Kindersendung lebendig werden wie das Krümelmonster und Kermit, den Frosch. Otto Schwarz’ 2014 komponiertes Werk „Stratosphere“ ist inspiriert von Felix Baumgartners Stratosphären-Sprung: vom Verweilen in der Stratosphäre über die Turbulenzen des Falles bis zur Landung.
Klug gewählt war auch das Programm des Großen Orchesters: Mit Dmitri Shostakovichs „Festive Ouverture“, komponiert zum 37. Jahrestag der Oktoberrevolution, und mit außergewöhnlichen Werken wie Peter Grahams irisch dominiertem „Gaelforce“ konnten die jungen Musiker ihre Musikalität und Technik ebenso zeigen wie ihre Wandlungsfähigkeit. Alfred Reeds „Praise Jerusalem!“ geht auf das vermutlich älteste notierte Musikstück, christliche Liturgie aus Armenien, zurück. Schwungvoll ging es dann zu mit zwei Medleys – mit von Jerry Bock arrangierten Tänzen aus dem Musical „The Fiddler on the Roof“ und einer Kollektion von Phil Collins-Hits wie „A groovy kind of love“ und „Another day in paradise“.
Zur Freude des Publikums gab es zwischen den musikalischen Auftritten humorvoll rückblickende Erzählungen und einen Film über die Konzertreise der JBU nach Südafrika. Passend verabschiedeten die Musiker sich als Zugabe mit dem größten Erfolg der 2008 verstorbenen südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba, mit „Pata Pata“.
Quelle: Augsburger Allgemeine, Neu-Ulmer Zeitung
Autor: Dagmar Hub
Datum: 16.10.2017

